Ein überfüllter Mülleimer, größtenteils gefüllt mit Einwegbechern und Hundekotbeuteln.

Tipps zur Abfallvermeidung

Tipps zur Abfallvermeidung

Abfallvermeidung schützt unsere Umwelt

Abfallvermeidung bedeutet, dass Abfälle erst gar nicht entstehen. Das heißt, es werden keine Produkte oder Verpackungen verwendet, die später entsorgt werden müssen. Abfallvermeidung ist daher direkter Umweltschutz, denn es werden die zur Herstellung notwendigen Rohstoffe, Energie, Wasser sowie Transportaufwand eingespart.

Toller Nebeneffekt: Abfallvermeidung schont auch den Geldbeutel.

Weiternutzen statt Wegwerfen

Es muss nicht immer Neuware sein - neben Secondhand-Plattformen im Internet bieten viele Secondhand-Shops oder Secondhand-Warenhäuser eine große Auswahl an hochwertigen Gebrauchtwaren. Manchmal findet sich dort ein bezahlbares gebrauchtes Produkt, das man sich neu nicht leisten könnte.
Reparieren statt gleich wegwerfen ist ebenfalls ein wirkungsvoller Weg raus aus der Wegwerfgesellschaft. In Repair-Cafés werden meist Dinge mit abgelaufener Garantie repariert.
Und was die oder der eine nicht mehr braucht, kann für die andere oder den anderen ein kleiner Schatz sein - verschenken oder tauschen statt wegwerfen lautet dann die Devise. Dafür gibt es zahlreiche Tausch- und Verschenkbörsen im Landkreis. 

Eine Person hält ein Schild mit der Aufschrift "Second Hand" hoch, im Hintergrund befindet sich ein Kleiderständer

Muss es immer neu sein?

Gebrauchte Produkte sind günstiger und ökologisch sinnvoller. 

Neben diversen Internetportalen gibt es in der Region zahlreiche gemeinnützige Second Hand -Shops und -Kaufhäuser. (71 KB)

Ein Mann repariert ein Elektrogerät an einem Tisch, zwei Männer schauen zu

Reparieren statt Wegwerfen

Wertschätzen statt Wegwerfen - ein Weg aus der Wegwerfgesellschaft. 

Es gibt aktuell 6 Repair-Cafés (273 KB) in der Region, ein Weiteres ist im Entstehen. 

Leihen oder Mieten statt Besitzen

Viele Produkte werden oft für viel Geld angeschafft und verhältnismäßig selten benutzt. Aber was selten gebraucht wird, lässt sich oft günstiger mieten oder gemeinschaftlich nutzen. Suchen Sie im Internet nach Vermietstationen oder werden Sie fündig auf dem lokalen Marktplatz der Nachbarschaftshilfe nebenan.de. Neuerdings bietet auch manche Gemeinde- oder Stadtbibliothek kostenlosen Ausleihservice für praktische Gegenstände an. 

Vermietstationen z.B. in Baumärkten

Suchen Sie im Internet nach Vermietstationen z.B. für Gartengeräte oder Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Hochdruckreiniger oder Bautrockner.

"Ausleih-Bar" in der Bibliothek Karlsdorf-Neuthard

Das Angebot besteht aus Gegenständen rund um Haus und Garten, Outdoor und Freizeitaktivitäten. 
Prüfen Sie hier, ob etwas für Sie dabei ist:zur Bibliothek. 
Und auch die Abteilung Jugendpastoral der Erzdiözese Freiburg bietet viele praktische Materialien zum Ausleihen. 

Nachbarschaftshilfe nebenan.de

 Auch auf dem größten  Nachbarschaftsnetzwerk Deutschlands nebenan.de kann man Nützliches kurzfristig ausleihen. 

Abfallvermeidung durch nachhaltigen Konsum

Achtlos weggeworfene Umverpackungen oder durch To-go-Becher überquellende Mülleimer: Noch immer fällt in Deutschland zu viel Verpackungsmüll an und belastet die Umwelt. Einwegbecher oder -behälter verursachen unnötigen Abfall und lassen sich leicht durch mehrfach verwendbare Becher oder Behälter vermeiden. An vielen Verkaufsstellen gibt es inzwischen Mehrwegbecher oder -schüsseln mit einem Pfandsystem. Viele Geschäfte befüllen auch mitgebrachte Mehrwegbehälter. 
Leitungswasser hat in Deutschland Topqualität und kostet zudem viel weniger als Wasser aus Flaschen. Unterwegs in eine eigene Trinkflasche nachfüllen spart ganz einfach Verpackung ein. 

Zwei Menschen essen jeweils eine Schüssel mit Salat

Mehrweg To-Go statt Einweg-Takeaway

Es gibt in der Region immer mehr Gastronomiebetriebe, die Pfandbecher  oder -schüsseln anbieten. 
Achten Sie auf die entsprechenden Hinweise z.B. im Schaufenster oder der Eingangstür.
Oftmals werden auch mitgebrachte Mehrwegbehälter befüllt. Benutzen Sie z.B. Ihren eigenen Thermosbecher für den Kaffee unterwegs.

Eine Frau hält ein Glas mit Wasser

Wasser aus der Leitung statt aus der Flasche

.,Trinkwasser aus der Leitung hat eine sehr gute Qualität und ist zum Trinken da. Sie können es zum Kochen, für die Hygiene und für Babynahrung verwenden. Als Lebensmittel Nr. 1 wird es streng kontrolliert und ist etwa 100x günstiger als Wasser aus der Flasche, denn 1 Liter Leitungswasser kostet in Deutschland durchschnittlich nur 0,2 Cent. 

Das geht dank "REFILL-Stationen" mit eigener Flasche sogar unterwegs

   

Weniger Lebensmittel verschwenden

Jedes Jahr werden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 1,3 Milliarden Tonnen Essen vernichtet, nach Angaben des Bundesumweltministeriums in Deutschland etwas 12 Millionen. Gleichzeitig hungern auf der Welt viele Menschen. Das ist ein Skandal. Dabei kann Jede und Jeder ohne viel Aufwand aktiv werden gegen Lebensmittelverschwendung: Einkauf planen, richtig lagern, restlos verwerten, auf die eigenen Sinne vertrauen, Überschüssiges mit anderen teilen - So retten Sie Lebensmittel vor der Tonne.

Eine Hand hält einen Einkaufszettel, im Hintergrund sieht man einen gefüllten Einkaufswagen

Bewusst und mit Plan einkaufen - gegen Impulskäufe

Machen Sie sich einen Wochen-Essensplan und dafür eine Einkaufsliste und vermeiden Sie so Impulskäufe. 

Logo der Strategie Zu Gut für die Tonne!

Weniger Lebensmittel in die Tonne werfen

Durch richtige Lagerung, restlose Verwertung und richtigem Umgang mit Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum.
Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.

Logo von foodsharing

Nicht benötigte Lebensmittel spenden

Über Fairteiler der Initiative foodsharing oder bei den Tafeln können überschüssige Lebensmittel gespendet werden.

Abfallvermeidung beim Einkaufen

Eine wiederverwendbare Einkaufstasche oder ein langlebiger Einkaufskorb ersetzt Plastiktüten. Beim Kauf von Brot und Brötchen kann ein sauberer und waschbarer Stoffbeutel verwendet werden und viele Geschäfte wie z.B. Metzgereien verpacken Waren sogar in selbst mitgebrachte Behälter.
Unnötig aufwendig verpackte Produkte sollten Sie links liegen lassen - und lose Lebensmittel brauchen erst gar keine Verpackung. Viele Händler bieten inzwischen auch Lösungen zum Nachfüllen z.B. für Kosmetika oder Putzmittel an.
Und das Reduzieren von Onlineeinkäufen spart Verpackungs- und Versandmaterialien. 

In einem Glasbehälter auf einer Thele befindet sich Wurst

Verpackungsarm einkaufen

Recycelbare -, Groß- oder Nachfüllpackungen wählen, Produkte unverpackt kaufen, Pfandverpackungen benutzen oder eigene Behälter befüllen lassen. Wochenmarkt statt Supermarkt spart Verpackungsmüll. 

Ein mit Obst, Gemüse und Brot gefüllter Einkaufskorb

Körbe statt Tüten

Rucksack oder Korb zum Einkaufen mitnehmen. Stabile Plastiktüten mehrfach verwenden. Besonders umweltfreundlich sind Mehrweg-Tragetaschen aus Polyester. Baumwolltaschen sind nur empfehlenswert, wenn Sie ökologisch produziert wurden. Und Papiertüten nur, wenn Sie mehrfach verwendet werden. 

Ein Bote liefert ein Paket aus

Stationären Handel unterstützen statt online kaufen

Für weniger Verpackungs- und Versandmüll sowie Zulieferverkehr und lebendige Innenstädte. 

Abfallvermeidung im Alltag

Im Alltag quasi nebenbei Abfall zu vermeiden ist gar nicht so kompliziert. Der Verzicht auf qualitativ minderwertige Produkte mit kurzer Lebensdauer reduziert viele unnötige Abfälle. Denn "Wer billig kauft, kauft zweimal".
Auch Stoff­windeln statt Einwegwindeln sparen Un­mengen an Abfall.
Feste feiern mit weniger Müll ist genauso einfach wie durch einfache Maßnahmen den Papierverbrauch im Alltag zu senken.
Und Mehrweg-Brotdosen halten sowieso länger frisch als Alu- oder Frischhaltefolie. 

Ein Logo in Form eines Gütesiegels mit der Aufschrift "High Quality"

Bewusst komsumieren

Setzen Sie auf Qualität und Langlebigkeit und verzichten Sie auf kurzlebige Wegwerfartikel -> Qualität vor Quantität. Informieren Sie sich durch Testberichte z.B. von Stiftung Warentest und achten Sie auf Reparaturfähigkeit. 

Ein Baby mit einer Stoffwindel

Stoffwindeln statt Einwegwindeln

Stoff­windeln sparen Un­mengen an Abfall. Man kann sie selbst waschen oder gewaschene Windeln liefern und schmutzige ab­holen lassen.

Ein feierlich, mit weißen Tellern und goldenen Besteck, und Gläsern gedeckter Tisch

Feste feiern mit weniger Müll

Feiern geht auch mit weniger Müll, z.B. durch das Mieten von Geschirr oder Gläsern statt Einweggeschirr.

Ein Schild mit Aufschrift Stop. Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitungen einwerfen

    

Sparen Sie Papier

Beschreiben Sie Papier beidseitig und verwenden Sie Kartons mehrmals. Taschentücher und Servietten können auch aus Stoff sein. Wiederverwendbare Geschenkverpackungen und ein Nein zu Werbung im Briefkasten vermeiden unnötigen Papierabfall. 

Eine Brotdose gefüllt mit belegtem Brot und Gemüse

Brotdosen nutzen

Brotdosen statt Alu- oder Frischhaltefolie halten Mittagessen oder Pausensnack länger frisch und appetitlich und können lange wiederverwendet werden.

Ein Kind wirft eine Bananenschale in eine Biotonne

Richtig trennen

Richtige Abfalltrennung ist im Vergleich zu „Alles in die Restmülltonne“ wesentlich ökologischer und günstiger.

Weitere Links und Informationen

Umweltbundesamt (UBA)

Webseite , Thema  Bereich Abfall / Ressourcen 

Tipps zu Abfallvermeidung und Mülltrennung gibt es im Ratgeber „Abfälle im Haushalt" des Umweltbundesamtes.

Broschüre "Abfälle im Haushalt" (5,1 MB)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)

Webseite, Thema Wasser, Ressourcen, Abfall

Die Bundesregierung hat zahlreiche Maßnahmen beschlossen, um überflüssiges Einwegplastik zu vermeiden, Mehrweg-Angebote zu stärken und das Recycling auszuweiten. Diese sind nur dann erfolgreich, wenn jede und jeder Einzelne mithilft. Unter anderem mit der Kampagne "Weniger ist mehr  - Hilf mit, Plastikmüll zu vermeiden". Deshalb: Nein zu Wegwerfplastik - ja zu Mehrweg.

Zur Kampagne 

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM)

Webseite

Kunststoff-Sparbüchle : informieren – umdenken – mitmachen – sparen.
Angesichts der massenhaften Anwendung von Kunststoff stellen sich viele Menschen die Frage, wie Kunststoff vermieden werden kann. Das Kunststoff-Sparbüchle des UM hilft dabei, diese Frage zu beantworten, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und gibt Tipps und Anregungen zum sparsameren Umgang mit Kunststoff.

Kunststoff-Sparbüchle  (10,6 MB)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Webseite

Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist Teil der nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung und zeigt, wie sich im Alltag Lebensmittelabfälle reduzieren lassen. Mit Tipps zur richtigen Planung des Einkaufs, richtiger Lagerung, dem Haltbarmachen von Lebensmitteln und nicht zuletzt mit vielen tollen Reste-Rezepten, Koch-Tutorials und mit der Beste Reste - App. 

Webseite Zu gut für die Tonne!

Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg

Das Landeszentrum für Ernährung Baden Württemberg hat ebenfalls Tipps für die Vermeidung von Lebensmittelverlusten.

Webseite

Verbraucherzentralen

Die Verbraucherzentralen informieren über das Thema Leitungswasser und haben Antworten auf Fragen rund um Plastik.

Webseite 

Infos zum Thema Leitungswasser

 Leben ohne Plastik - Antworten auf häufige Fragen 

WWF - World Wildlife Fund

Webseite 

Infografik zur Lebensmittelverschwendung: "Jede  Minute zählt" (3 MB)