Positive Abfallbilanz
In seiner Sitzung am Donnerstag, 15. Oktober, hat sich der Ausschuss für Umwelt und Technik, der auch Betriebsausschuss für den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises ist, im Panoramasaal der Albtalverkehrsgesellschaft mit dessen Geschäftsbericht für das Jahr 2025 befasst.
Geschäftsbericht 2025 vorgestellt
Die Zahlen zeigen: Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Karlsruhe trennen ihre Abfälle weiterhin sehr gut und nutzen die vielfältigen Angebote zur Verwertung und Entsorgung intensiv.
Restabfall weit über dem Durchschnitt in Baden-Württemberg
Besonders deutlich wird dies beim Blick auf die Abfallmengen. Im Jahr 2025 fielen im Landkreis rund 84 Kilogramm Restabfall je Einwohnerin bzw. Einwohner an. Damit liegt der Landkreis deutlich unter dem baden-württembergischen Durchschnitt von 114 Kilogramm.
Positive Entwicklung bei Wertstoffen
Gleichzeitig wurden 148 Kilogramm Wertstoffe pro Kopf über die Wertstofftonne gesammelt – deutlich mehr als im Landesdurchschnitt von 125 Kilogramm.
Auch Bio- und Grünabfall weit über dem Durchschnitt in Baden-Württemberg
Außerdem fielen Bioabfälle in Höhe von rund 34 Kilogramm pro Person an. Der Landkreis liegt somit zwar unter dem Landesdurchschnitt von 55 Kilogramm. Über die Bioabfallsammlung im Landkreis werden jedoch hauptsächlich Küchenabfälle gesammelt, wohingegen in anderen Stadt- und Landkreisen auch größere Mengen an Grünschnitt über die Biotonne entsorgt werden. Betrachtet man die Mengen an Bio- und Grünabfall zusammen, liegt der Landkreis mit 161 Kilogramm pro Einwohnerin bzw. Einwohner weit über dem Durchschnitt in Baden-Württemberg mit 143 Kilogramm.
Sperrmüll nach Corona und Unwetter wieder stabiler
Beim Sperrabfall lag die Menge 2025 bei 24 Kilogramm pro Kopf und damit leicht über dem Landesdurchschnitt von 22 Kilogramm. Das Aufkommen hatte in den vergangenen Jahren unter anderem durch die Corona-Pandemie und das schwere Unwetter in der Region im Jahr 2024 deutlich geschwankt.
Energetische Verwertung erzeugt Strom und Wärme
Neben der klassischen Entsorgung steht zunehmend die Rückgewinnung von Rohstoffen und Energie im Mittelpunkt der Abfallwirtschaft. Aus getrennt gesammelten Abfällen entstehen unter anderem Sekundärrohstoffe, Kompost und Gärreste. Gleichzeitig ersetzt die energetische Verwertung fossile Energieträger.
Insgesamt wurden die im Landkreis anfallenden Siedlungsabfälle im vergangenen Jahr zu rund zwei Dritteln stofflich und zu einem Drittel energetisch verwertet. Die Ablagerung auf Deponien spielt dagegen nur noch eine untergeordnete Rolle. Die energetische Verwertung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung. Aus den Abfällen des Landkreises wurden 2025 rund 27.600 Megawattstunden Strom und 78.400 Megawattstunden Wärme erzeugt. Hinzu kamen rund 1.000 Megawattstunden Strom aus der Vergärung von Bioabfällen.
Mit der gewonnenen Energie konnten ohne Berücksichtigung der Netzverluste rund 8.180 Haushalte versorgt und für 4.480 Einfamilienhäuser der Wärmebedarf gedeckt werden.
Die Zahlen zeigen, dass die Abfalltrennung im Landkreis Karlsruhe auf einem hohen Niveau funktioniert. Abfälle werden konsequent getrennt gesammelt und wichtige Rohstoffe können dadurch wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.
AUTOR: Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe
Foto: Niklas Kampmann
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